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    Verein Zürcher Lehrpersonen Deutsch als Zweitsprache

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Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

die nachfolgend aufgeführten Stichworte sollen euch eine Hilfe beim Verfassen eures Dossiers sein. Wir haben sie im Hinblick auf die Besonderheiten unseres Berufsfeldes zusammengestellt.

Da der Umfang des Dossiers vorgeschrieben ist, müsst ihr eine Auswahl treffen, die eure Arbeitssituation und euren persönlichen Unterrichtsstil am besten charakterisieren. Vergesst nicht, einige aussagekräftige Unterlagen beizulegen.

Falls euch weitere wichtige Stichworte einfallen, meldet diese bitte der Präsidentin des VZL DaZ per e-mail praesidentin at vzl-daz.ch

 

1. Kurze Übersicht über die Gruppe(n)

  • Anzahl und Grösse der Gruppen
  • Stundenzuteilung
  • Heterogenität nach Alter, Herkunft, Sprachstand, Zugehörigkeit zur Regelklasse
  • Auswirkung des individuellen Hintergrunds auf Motivation und Arbeitshaltung (z.B. auch politischer Status der Familie, Schulerfahrungen im Herkunftsland...)
  • Kinder mit speziellen Bedürfnissen oder Schwierigkeiten
  • disziplinarische Probleme

2. Unterrichtsplanung

  • längerfristige Planung des Sprachaufbaus für die Gruppe/E-Klasse und/oder individueller Förderplan (Beilage)
  • flexible Planung in der E-Klasse, bedingt durch hohe Fluktuation und spontanes Eingehen auf Wünsche der Regelklassenlehrkraft
  • wechselnde Unterrichtsformen (Rücksicht auf Lerntypen)
  • Schwerpunkte setzen: z.B. Gewichtung der mündlichen Kommunikation, interkulturelle Themen, vertraut machen mit Lerntechniken und Lehrmitteln
  • Beispiel einer Lektion (Beilage)
  • (selbst hergestelltes) Unterrichts- und Übungsmaterial  (Beilage)
  • flexibles Eingehen auf den Klassenlernstoff
  • Art und Umfang der Hausaufgaben und deren Kontrolle

3.  Individualisierung

  • individueller Förderplan nach Sprachstandsanalyse
  • individuelle Anforderungen innerhalb der Gruppe bei Aufgabenstellung und Bewertung
  • Förderung der Selbständigkeit
  • offene Aufträge
  • differenzierte Hausaufgaben
  • individuelle Lernkartei
  • Bereitstellen von Zusatzaufgaben
  • Selbstkontrolle
  • Niveaugruppen
  • Postenlauf
  • Werkstattunterricht
  • Arbeit am Computer
  • Rollenspiel, Theater
  • Vorträge, Tonbildschau
  • Projektarbeit
  • Zusammenarbeit mit der Klassenlehrkraft und Fachlehrkräften (auch HSK) für die individuelle Erfassung des Schülers/ der Schülerin

4. Lernkontrollen

  • Art und Frequenz von Tests, ev. individueller Zuschnitt
  • Vorbereitung einer Kontrolle, Bekanntgabe der Zielsetzung
  • Tipps zum Lernen
  • individuelles Rechtschreibeheft
  • Probetests, Nachtests
  • schriftlicher Kommentar zu Aufsätzen
  • individuelle und gemeinsame Gespräche über die Leistung
  • Umgang mit Erfolg und Misserfolg
  • Art der Rückmeldung an die Eltern und die Klassenlehrkraft
  • Lernbericht über Fortschritt und Leistungsstand

5. Gemeinschaftsbildung

Förderung der Gemeinschaft:

  • Umgangsformen, Gruppenregeln, Gruppengespräche
  • Hören auf den andern und individuelles Eingehen aufeinander
  • gegenseitige Achtung, bes. des kulturellen Hintergrunds
  • Einführen neuer Schüler/Schülerinnen in der Gruppe
  • Rituale
  • Briefaustausch
  • gemeinsame Aktivitäten (Spiele, Theater...)
  • Projekte, bei denen die Gruppe in Erscheinung tritt
  • Exkursionen, Wanderungen, kleine Feste
  • gemeinsame Aktivitäten mit der Regelklasse

Massnahmen bei Schwierigkeiten:

  • Einzelgespräche und Gespräche in der Gruppe
  • Einbezug der Eltern
  • Verträge
  • Teamsitzung mit allen Beteiligten
  • Suche von Unterstützung durch Fachpersonen
  • Unterstützung im Lehrerteam

6. Spezialitäten

 

Was begeistert die Lehrperson? Es können Aktivitäten sein, Hobbys die der Schule direkt zu Gute kommen. Eine ebenso wichtige Rolle spielen Tätigkeiten und Interessen, die scheinbar nichts direkt mit der Schule zu tun haben, aber dazu dienen, das „feu sacré“ der Lehrperson zu nähren. Eine wesentliche Aufgabe ist es nämlich, Begeisterung, Lebensfreude und Perspektiven zu vermitteln.

  • Ausbildungshintergrund (ev. NDK Migration und Schulerfolg / DaZ-Modul PHZH etc.)
  • Interesse an Fremdsprachen, diesbezügliche Erfahrungen, Auslandaufenthalte
  • interkulturelle Erfahrungen
  • Interesse an Migrations- und Rassismusfragen
  • Theater / Musik / Kunst / Sport
  • Organisationen, z.B. Jugendarbeit
  • Literatur / Fachliteratur
  • Schulentwicklung
  • Mitarbeit in ausserschulischen Organisationen

7.  Elternarbeit

  • Veranstaltungen für/mit Eltern: zum Kennen lernen, zur Information, zum Feiern ...
  • Formen des individuellen Kontakts
  • Lösung von Problemen bei der sprachlichen Verständigung (Organisieren von Übersetzern)
  • Unterstützung der Regelklassenlehrkräfte beim Kontakt mit den Eltern
  • Information über die hier geltenden Schul- und Verhaltensregeln
  • Vermitteln zwischen den Kulturen
  • Kontaktheft / Informationsbriefe
  • Einbezug  von Eltern mit besonderen Fähigkeiten und Kenntnissen

8. Teamarbeit

 

Wo im Team findet die Lehrperson Unterstützung? Wo kann sie andere unterstützen, welche Aufgaben (Ämter) hat sie je nach Arbeitssituation für die gemeinsame Schule übernommen?

  • Übernahme eines Schulhausamtes oder anderer Aufgaben
  • Projektbezogene Zusammenarbeit mit der Klassenlehrkraft oder HSK-Lehrkräften
  • Erfahrungsaustausch im Fachteam
  • Austausch von Unterrichtsmaterial
  • Organisation von Teamanlässen
  • Beteiligung an Schulanlässen, Schulhausprojekten
  • Supervision
  • Intervision

9. Engagement im Schulwesen

 

Was hat die Lehrperson im letzten 4-Jahreszyklus an Engagement im Schulwesen (Ämter ausserhalb des Schulhauses, Zusatzaufgaben) übernommen? Wie viel Zeit bleibt ihr überhaupt für ein solches Engagement?Ämter (Kapitel, Bezirk etc.)

  • Arbeit an Lehrmitteln
  • Schulpolitik (Verbandsarbeit, Kommissionen)
  • Veröffentlichung (Infobriefe, Fachzeitschriften)
  • Vertretung der Interessen der Schule (Jugendverein, Kirchen, GZ, Gewerbeverein.....)

10. Erneuerung

 

Die pädagogische Arbeit zeichnet sich dadurch aus, dass sie einem steten Entwicklungsprozess unterworfen ist. Ständig fliessen Erfahrungen aus dem Unterricht ein, neue Erkenntnisse werden umgesetzt, der Lernprozess optimiert. Neben dem Hinweis auf strukturelle Änderungen soll besonders auf innere Erneuerungen der Schule hingewiesen werden. Leitfrage: Wie hat sich die Arbeit der Lehrperson im Klassenzimmer verändert? Welche neuen Schwerpunkte setzt sie sich? Was will sie ausprobieren?

  • Weiterbildung,
  • Kurse / Selbststudium / Hospitationen
  • Neues Unterrichtsmaterial / Fachliteratur
  • Einsatz neuer Unterrichtstechnologie (Computer)
  • Umsetzung neuer Ideen

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